Das Dorf Artá ist ein Ort mit mehr
als 3.000 Jahren Geschichte und präsentiert Spuren einer
reichhaltigen altertümlichen Zivilisation. Die ausserordentlichen
Zeugen der Megalithdenkmäler in Ses Païses und Sa
Canova de Morell stammen aus der Bronzezeit.
Während der Herrschaft der Muselmanen
war Artá eine der zwölf Bezirke, in die Insel
Mallorca aufegeteilt wurde. Dieser Bezirk schloss auch die
aktuellen Gemeinden von Capdepera und Son Servera ein. Bis
zum XV. Jahrhundert hiess der Ort S´Almudaina, da der
Name Artá den gesamten Bezirk umschloss.
Die Gründung des Ortes ist den Prämonstratenser-Mönchen
zuzuschreiben, die, nach der Eroberung durch die Catalanen,
das Priorat Santa Maria de Bellpuig gründeten. Zwischen
dem XV. und XVIII. Jahrhundert vermehrte sich die Bevölkerung
merklich. Die Hauptwirtschaftszweige waren Landwirtschaft
und Textilindustrie. Inm Jahr 1820 litt der Ort unter der
Beulenpest, die meht als 1.200 Opfer verlangte. Im Jahr 1880
entstand, durch die Parzelierung der Zone Sa Devesa de Ferrutx
der Küstenstadtkern von La Colonia de Sant Pere. Im XIX.
Jahrhundert wurde Son Servera und Capdepera abgetrennt.
In 1921 wurde die Bahnlinie Manacor-Artá
in Betrieb genommen.
Gegenwärtig beansprucht der alte Stadtkern
die Aufmerksamkeit (wo sich das Hotel befindet) überwiegend
durch die Herrenhäuser und Landsitze der altansässigen
Herrschaften, den "Besitzern", der grossen Grundstücke
im Gemeindegebiet.
Die 25 km lange Küste von Artá
hat ihren natürlichen Stand erhalten, es gibt eine Dünenformation
in Sa Canova, einige hohe Bergwände in Cap de Ferrutx
und einige kleine Buchten zwischen S´Arenalet und Cala
Torta. Die Tatsache, dass die Gemeinde nicht direkt vom Touristenstrom
betroffen wurde, das Stadtbild und die alten Traditionen zu
erhalten. Feste wie San Antonio mit den "Teufeln"
und "Scheiterhaufen" und San Salvador. Handwerkskunst
wie die mallorquinischen Stickereien und Artikel aus Palmenblättern.
Die typische Gastronomie, gefüllte Teigtasche, Paprikawurst
usw. haben die Atmosphäre eines gastfreundlichen und
lebendigen mittelmeerländischen Dorfes erhalten.